Archiv der virtuellen Ausstellungen

Ausstellung 4_virtuell:
eindeutig zweideutig
 Lidia Fiabane | Karin Frank | Dietmar Franz | János Szurcsik 

Eindeutig erotische Zweideutigkeiten dominieren diesmal die Werke der virtuellen Schau.

Erotisch konnotierte Anspielungen in der Kunst waren spätestens ab der Renaissance durchaus üblich, so zeigte etwa Pieter Bruegel in seinem Holzschnitt „Fasnacht“, einen Mann, der mittels einer Armbrust und gefiedertem Bolzen auf eine, einen Ring als Ziel darbietende, Frau zielte. (1)

Symbole als Bildelemente tragen– je nach Kontext – unterschiedliche Bedeutungen. Verweist eine Taube in christlichen Darstellungen auf den Hl. Geist, wird sie jedoch gemeinsam mit der Venus in mythologischen Sujets mit der Liebe assoziiert ...

 

János Szurcsik

1956 in Budapest geboren

1975–79 Designstudium an der Hochschule f. Angewandte Kunst in Budapest

1979 Emigration nach Österreich

1980–83 Grafiker, später Art Director in der Werbeagentur Ogilvy & Mather

ab 1983 freischaffender bildender Künstler, Grafiker, Illustrator, Art Director und Creative Director für mehrere Werbeagenturen (zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen)

ab 1999 Unterrichtstätigkeit, Design-Konsulent

1999 Gründung der Schule Music & ArtHouse in Wien

2003 Gründungsmitglied und künstlerischer Leiter Zafouk Krems (offenes Kulturhaus)

ab 2005 Professur für computergestütztes Grafik-Design an der Novus Künstlerischen Fachhochschule in Budapest

2008 Diplomabschluss mit Master of Science am Institut für Angewandte Kunst der West-Ungarischen Universität in Sopron

ab 2008 Projektleiter für interdisziplinäre Kunst am Institut für Angewandte Kunst der West-Ungarischen Universität in Sopron

2012 Gründung von designschool.at in Wien 15

Bildhauer seit 1992

1999–2002 Mitglied der IG Bildende Kunst

Lidia Fiabane

am 9.5.1959 in Belluno, Italien, geboren

1973-1978 Istituto Tecnico Industriale, Belluno - Bauzeichnen, Entwurf, Architektur. Diplom

1978-1984 Studium am Istituto Universitario Lingue Moderne der Universität Mailand Doktorat

Aufenthalte in Paris und Mexico

seit 1996 Mitglied der italienisch-österreichischen Gruppe OSMOSI

1993-1995 Mitarbeit bei der Architekturzeitschrift Perspektiven. Magazin für Stadtgestaltung

1990 Mitbegründerin der Künstlerinnengruppe VAKUUM

lebt und arbeitet in Wien

 

Ausstellungen in Österreich, Deutschland, Italien, Belgien, Polen, Kroatien, Israel, USA

Werke befinden sich in öffentlichen (Bundesministerium Kunstsektion, Kulturamt der Stadt Wien, Bank Austria, CA, ÖBV) und privaten Sammlungen im In- und Ausland

Karin Frank

*1972 in Wien
1987-1991 Ausbildung für Graphikdesign an der Wiener Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt
1992-1997 Studium an der Akademie der bildenden Künste in Wien, Meisterklasse Michelangelo Pistoletto


Preise und Stipendien:
2014 Atelierstipendium des BMUKK: Rom, Italien.
2012 AIR Krems, NÖ: Atelierstipendium Custom House Studios, Westport, Irland.
2012 10days10artists, SLOW! Zeit als gestaltbare Dimension, Hartberg.
2011 Atelierstipendium des BMUKK: Krumau, Tschechien.
2006 Atelierstipendium des Bundeskanzleramtes: Fujino, Japan.
2005 Staatsstipendium für bildende Kunst.
2002 Anerkennungspreis des Landes Niederösterreich für Bildende Kunst.
2001 Austausch St. Petersburg, Puschkinskaja 10 / Ateliers Krems, NÖ Landesregierung.
1998 Auslandsstipendium in Sankt Petersburg, Russland.
1995 Erasmus - Austauschprogramm an der Universidad Complutense, Facultad de Bellas Artes in Madrid, Spanien.

Werke in öffentlichen Sammlungen und Museen:
Niederösterreichisches Landesmuseum, St.Pölten.
Sammlung der Stadt Wien - Museum auf Abruf, Wien.
Bundesministerium für Unterricht und Kunst, Wien.
Sammlung IKOB, Museum für zeitgenössische Kunst, Eupen, Belgien.
Kunst im öffentlichen Raum:
Denkmäler für Grete Mostny-Glaser und Olga Taussky-Todd, Arkadenhof der Universität Wien. Ab Juni 2016.
Katze, Landespensionisten- und Pflegeheim Hainfeld.
Venuspaar von Willendorf, temporäre Ausstellung an der Fundstelle, Willendorf. Im Besitz des Landesmuseum NÖ, St. Pölten.

 

Dietmar Franz

Der Künstler wurde bereits in der Ausstellung "fantastisch realstisch" vorgestellt

Ausstellung 3_virtuell:
FORMale Aspekte  I
Gerhard Kubassa | Birgit Zinner | Barbara Höller

FORMales bestimmt das Werk dieser drei KünstlerInnen. Die FORM von Linien und Flächen steht im Fokus ihres Tuns. Sie ist Inspirationsquelle und Motiv. Sie ist Idee und wird zur Gestalt.

Die Linie, gewunden, gedreht oder gerade gezogen, gezeichnet, gemalt, geschnitten oder in Holz gesägt, definiert Flächen, Räume, Zwischenräume. Sie bewegt sich im Bild, suggeriert Dreidimensionalität oder wächst gar aus diesem heraus.

Gerade Linien kreuzen oder überlappen sich auch, sie sind in ihrer Länge begrenzt oder setzen sich wie bei manchen Arbeiten von Barbara Höller gleich auf dem nächsten Bildträger fort. Manche verlieren sich im Raum.

Während Gerhard Kubassa von organisch gewachsenen Formen ausgeht und Barbara Höller meist streng geometrisch arbeitet, wirken die aus diversen Holzplatten gesägten Formen der Bildobjekte von Birgit Zinner sehr fantasievoll und vereinen weiche, runde Elemente mit geraden Linien und bisweilen sehr spitzen Ecken.

Wiederholungen, Variationen sowie ein - trotz der sehr hohen handwerklichen Qualität - spielerisch anmutender Umgang mit der jeweils gewählten Formensprache werden zum Stilmittel.

Eine Fortsetzung zum Thema ist unter dem Titel "FORMale Aspekte II" geplant und wird voraussichtlich Ende 2017/Anfang 2018 zu sehen sein.

Gerhard Kubassa
Birgit Zinner
Barbara Höller

1974 in Mürzzuschlag / Steiermark geboren

freischaffender Künstler in den Bereichen
Malerei, Skulptur, Plastik, Druckgrafik, Fotografie

lebt und arbeitet in Graz und in Hönigsberg bei Mürzzuschlag

Das grafische und malerische Oeuvre Gerhard Kubassas wird häufig von organisch anmutenden, geschwungenen, gebogenen und bisweilen schier endlos verlaufenden Linien geprägt, die durchaus Gestalt annehmen können. In seinen jüngsten Arbeiten, etwa den Collagen "In mir" generiert der Künstler durch das Auseinanderziehen schlangenförmig gewundener Schnittlinien  freie  Flächen, die - mit wenigen Strichen betont -  zu Zwischenräumen werden und Dreidimensionalität vortäuschend vor das eigentliche Bildmotiv treten.

Formen, die er in der Natur vorfindet, beeindrucken Gerhard Kubassa schon lange. Äste, die sich zu Körperformen biegen lassen, Stämme ausgedienter Christbäume, deren "Aura" durch übergezogene Strümpfe sichtbar gemacht wird oder Rosenzweige, deren Dornen einen beschwerlichen Aufstieg auf den "Thron" ermöglichen, bilden die Basis für die hier gezeigten und teils sehr aufwendig hergestellten Bronzen (v.a. der "Denker"). Das Bespannen von Hölzern lässt wunderbare Formen (z.B. "Welt" oder "Stumpfsinn") entstehen. Zahlreiche Astgabeln, welche die "Y"-Form ausbilden, verschmelzen einander stützend zu fantasievollen Gebilden. Diesem Astgabel-"Y" kommt in Collagen des Künstlers (von denen einige im "Shop" zu sehen sind), die wichtige Funktion des Haltens und Verbindens zu.

1963 geboren in Steyr/OÖ, lebt u. arbeitet in Wien
1983 - 1990 Hochschule für angewandte Kunst, Wien bei Prof. G. Rader-Soulek und E. Caramelle
1990 Diplom, 1992 Kölnstipendium
1993 Talentförderungsprämie des Landes OÖ
1996 Internationales Papiersymposium Predklasteri, CZ
1996 Projektstipendium des BMWVK
2000 einjähriger Aufenthalt in Helsinki, Finnland

Birgit Zinners Formensprache ist ebenso vielschichtig wie ihre Werke. Weiche, runde sowie eckige, spitze, mit der Stichsäge geschaffene Linien wechseln einander ab und ergeben fantasievolle Gebilde, deren Wirkung durch die Farbgebung noch gesteigert wird. Die durch diesen Farbauftrag entstehenden Flächen scheinen willkürlich angeordnet zu sein. Selbst die schmalen Kanten der Wandobjekte sind bunt lackiert. Eine zu den Rändern hin meist offene Anordnung der Formelemente und deren Schraubverbindungen ermöglichen eine hohe Variabilität  der Gestalt mancher Werke, aber auch eine Vielfalt von Gruppierungen mehrerer Objekte an einer Wand.

Während die Arbeiten "Nicht laufen" und "Zwischen Türen" fast quadratische Form annehmen, folgen die meisten Objekte keinerlei Vorgaben. Sie entwickeln sich erst im Entstehungsprozess und lassen später ihren künftigen "Besitzerinnen und Besitzern", wie Birgit Zinner gerne ihre SammlerInnen nennt, ausreichend Spielraum für eigene Gestaltung durch die beliebige Ausrichtung an der Wand.

Der "Seestern für Maria" jedoch wächst ein Stück in den Raum hinein, seine bizarren Formen sowie wie die Farbigkeit machen auch ihn besonders interessant, sofern man seinen Spitzen nicht zu nahe kommt!

1959 in Wien geboren, lebt und arbeitet dort

1977-80 Studium der Mathematik, Wien

1977-84 Hochschule für Angewandte Kunst, Wien (Tasquil und Moosmann)

1990 Mitbegründung der Künstlerinnengruppe "VAKUUM"

2002 Lehrauftrag (digitale Bildgestaltung) an der Akademie der Bildenden Künste, Wien

2003-2005 Lehrauftrag (Mediendesign) an der Hochschule für Angewandte Kunst, Wien

kuratorische Tätigkeiten, zahlreiche Preise, Stipendien, Teilnahme an Symposien

Der geraden Linie widmet sich Barbara Höller. Auf Bildgründen mit unterschiedlichen Festigkeiten - etwa dem weicheren Lederimitat oder den harten, der Künstlerin Widerstand bietenden Aludibond-Platten - lotet sie die Möglichkeiten aus, die sich durch die Farbqualität in Verbindung mit dem Bildgrund bieten. Dass Zufälligkeiten trotz sehr langwieriger Planung auch einmal erwünscht sind, zeigt sich bei "GRAVITY 02"; für diese Komposition hat sich Barbara Höller die Fließeigenschaften der Farbe auf Leinwand zunutze gemacht. Besonders interessant sind auch die zwei- bis vierteiligen Platten, die drehbar sowie variabel zu kombinieren sind und es nicht nur den exakt gezogenen Linien ermöglichen sich auf der nächsten Platte fortzusetzen, sondern auch künftige Käufer an diesem künstlerischen Prozess teilhaben lassen.

Ausstellung 2_virtuell:
fantastisch realistisch
Paul Braunsteiner
Dietmar Franz
Richard Jurtitsch

„Es ist kaum begreiflich, was für eine Grazie sich aus der Natur in das Leben ergießt. ... Doch nur durch vieles Arbeiten und immer wieder Arbeiten gelangt man nach langer Zeit als erfahrener Meister zu Ehren. Denn auch aus sich selbst schöpfen muss man lernen!“ (1)

Das Zeichnen oder Malen „nach der Natur“ sowie „aus dem Geist“ war den niederländischen Künstlern des frühen 16. Jahrhunderts eigen. Ihre Meisterschaft lag wohl in der Verbindung dieser beiden Fähigkeiten ...

Paul Braunsteiner

1948 in Gmünd/Niederösterreich geboren

ab 1970 Studium der Malerei an den Universitäten für Angewandte und Bildende Kunst in Wien bei den Professoren C. Unger und Eckert

freischaffend als Maler, Musiker und Filmemacher tätig

1970-78 Gitarrist bei der legendären NOVAKS KAPELLE, dann bei RONNIE URINI, 191, LM BALLOON und dem HOTEL MORPHILA ORCHESTER mit Peter Weibel und Loys Egg

ab 2000 Mitglied bei der 3 ACHTEL BAND und BROWNFISH, ab 2014 bei STRAWANZA

Beschäftigung mit dem Animationsfilm und Gründung der Filmgemeinschaft ASK mit H. Sielecki, L. Buisman und J. Nermuth

Ausstellungen im In- und Ausland

zahlreiche Filmpojekte

lebt und arbeitet in Wien

Paul Braunsteiner entführt uns mit seinen wunderbaren Gemälden in altmeisterlicher Maltechnik in surreal anmutende, menschenleere Landschaften oder Waldstücke, durch die wir uns beinahe in prähistorische Zeiten versetzt fühlen. Eine unglaubliche Vielfalt an Details erschließt sich bei genauer Betrachtung der Werke.

Dietmar Franz
Richard Jurtitsch
Ausstellung 1_virtuell:
Faszination ROT
Regina Hadraba | Ursula Heindl | Maria Wolf

Rot gilt als eine der Urfarben, es steht für die stärksten Gefühle, für Liebe, Leidenschaft, Erotik, aber auch für Wut und Hass. Es ist die Farbe des Feuers, des Blutes, des Krieges.

Franz Marc schrieb am 12. Dezember 1910 an seinen Künstlerkollegen ...

1960 in Klagenfurt geboren

in Kappel am Krappfeld/Kärnten aufgewachsen

Autodidakt

zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland

lebt und arbeitet in Wien

Preise:

1987 Anerkennungspreis beim Druckgrafikwettbewerb “fingerprints”, Wien

1990 Ankaufspreis b. Römerquelle-Kunstwettbewerb 1992 Ankaufspreis beim “Trend Art Spectrum”, Wien 1994 2. Preis b. Kunstwettbewerb “Öl, Tank, Umwelt”,

Wien

Verlust nahezu des gesamten Oeuvres durch zwei unverschuldete Atelierbrände am 18. 10. 2001 (Apostelhof) und am Aschermittwoch 2003 (Staatsatelier Westbahnstrasse)

In Arbeiten der Serie "Freundliche Übernahmen" bezieht sich der Künstler auf Werke "Alter Meister" aber auch von Zeitgenossen wie bei "Home sick", das an Erwin Wurms Biennalebeitrag von 2011 erinnert. Typisch für Dietmar Franz sind seine als Bildträger dienenden Holzscheiben auf denen er akribisch genau "nach der Natur" zeichnet. Jedoch durch Hinzufügen neuer, zeitgemäßer Bildelemente gelingt es ihm, zumindest zwei unterschiedliche Zeit- bzw. Raumebenen zueinander in Beziehung zu setzen. Erst bei sehr genauer Betrachtung der einzelnen Bildelemente erschließt sich uns die gestalterische Absicht des Künstlers, die neben großartiger Zeichenkunst auch immer von einer Prise Humor begleitet ist. Lassen Sie sich ein auf eine Reise in die Geschichte der Kunst und ihre Verankerung in der Gegenwart durch Dietmar Franz!

1953 in Wien geboren

1968-68 Siebdrucklehre

1969-72 Grafische Lehr- und Versuchsanstalt (Gebrauchsgrafik)

1972-76 Lithografenlehre

1987 Theodor Körner-Preis, Anerkennungspreis des Landes Niederösterreich
1994 Förderungspreis des Landes Niederösterreich

Arbeitsstipendium der Stadt Wien

1995 IBM Kalender
1997 Kunstadventkalender, Cafe Landtmann, Wien
1998-2009 Kunstadventkalender, Rathaus Wien

2011 Allianz Kalender
Ausstellungen im In- und Ausland, zahlreiche Messeteilnahmen, Teilnahme an archäologischen Grabungen in Limyra/Südtürkei

Spiegelungen, Überlagerungen räumlicher Ebenen, Verfremdungen kennzeichnen die meist großformatigen Leinwandbilder von Richard Jurtitsch. Motive aus der Natur, "alte" und moderne Architektur werden in einem neuen Kontext - oft nur farblich verfremdet - dargestellt. Auch das Spiel mit Licht- und Schatteneffekten verleiht den durchaus realistisch gemalten Sujets etwas Geheimnisvolles, Surreales, Großartiges.

Regina Hadraba

Dass diese Technik auch auf kleinen Blättern aus handgeschöpftem Papier wunderbar zur Geltung kommt, zeigen die Arbeiten „ROT 1-6“ mit schwarzer Zeichnung (Monotypie) auf rotem Bildgrund. Die grobe Papierstruktur und die ausgefransten Ränder unterstreichen den Charakter dieser Werke. Zarte schwarze Farbspuren,  die das Blatt überziehen, verleihen ihnen zusätzlichen Charme.

Rote Linien auf weißem Papier, wie auf dem großen quadratischen Blatt „RED“ von 2015 findet man nicht so oft bei Regina Hadraba. Für ihre beiden "Buchobjekte", die selbstverständlich auch einzeln zu erwerben sind, wurden die Seiten alter, „ausgemusterter“ Bücher verklebt. Ihrer ursprünglichen Funktion enthoben wurden diese durch die künstlerische Intervention zu Bild- und Bedeutungsträgern.
 

1964   in Waidhofen an der Thaya geboren

1990   Künstlerinnengruppe Vakuum

1992    „Pro Natura“ Grafikwettbewerb

            „Anläßlich Stefan Zweig“- Ankaufspreis

1994    Anerkennungspreis des Landes NÖ

1995    Römerquelle Grafikwettbewerb

1996    Innsbrucker Grafikwettbewerb

             Preis des Landes Niederösterreich

1998    2. Preis Bauholding Kunstforum

2002    Kulturpreis der Stadt Baden

 

Die wohl markanteste und am häufigsten verwendete Farbe in Regina Hadrabas künstlerischem Oeuvre ist ein satter, kräftiger Rotton, auch gelegentlich begleitet von Gelb und Orange.

Die in Niederösterreich lebende Künstlerin hat sehr bald nach ihrem Studium die für ihr Werk ganz typische Form der Monotypie entwickelt, ein indirektes – annähernd „blindes“ Zeichnen von meist schwarzen, gelegentlich auch weißen oder roten Linien und Linienbündeln auf unterschiedlichsten Bildträgern in zum Teil riesigen Formaten.

Im Rahmen einer Ausstellung in meiner ehemaligen Galerie in Perchtoldsdorf wurden bereits Werke von Regina Hadraba präsentiert.

Diese und zusätzliche Infos zur Künstlerin finden Sie unter dem Titel "Kraft der Linie" im Archiv.

Ursula Heindl

Arbeiten zu den "Kulturdenkstätten" sind etwa die sehr großformatigen Leinwandbilder "Ballylaan" und "Lalibela" sowie etwas kleinere Bilder wie "Killard". Bezug nehmend auf die neue Serie "petit noir" mit den Arbeiten "Saint Barthelemy" oder "Pointe à Pitre" (jeweils Gouache auf Karton im schwarzen Objektrahmen) schreibt Ursula Heindl: "Die Bezeichnung petit bezieht sich auf die Titel der Bilder, wobei es sich um Ortsbezeichnungen aus den französischen Überseegebieten handelt. Diese kleinen Inselgruppen sind als ehemalige französische Kolonien heute eng mit der Republik Frankreich verbunden, und manche gehören auch zum Gebiet der Europäischen Union. Die Bezeichnung noir zusammen mit klein ist als „das kleine Schwarze“ in die Geschichte der Mode eingegangen und eng verbunden mit dem Namen seiner Schöpferin Coco Chanel. In den neuen Arbeiten 'petit noir' werden diese beiden Begriffe zu einer neuen, kleinen, feinen schwarzen Werkserie verbunden.“

Die Serie „Muse(e)nträume" (Gouache auf Karton im weißen Objektrahmen) benannt nach bedeutenden internationalen Museen, versetzt die BetrachterInnen dieser Bilder in imaginierte Ausstellungsräume. Die Bilder "stellen sich eitel zur Schau". "Überall, wo die Moderne zu Hause ist, da wollen sie hängen, sich der Kritik aussetzen oder den Kunstsinnigen erfreuen."  (U. Heindl)

Möge sich ihr Wunsch erfüllen!

1959   in Wien geboren

1979   Akademie der Bildenden Künste, Wien

Meisterschule Prof. Welz

Meisterschule für Naturstudien, Prof. J. Mikl

Meisterschule f. Bildhauerei, Prof. B. Gironcoli

1981   Meisterschule f. Malerei, Prof. A. Rainer

1985   Diplom für Malerei

1989   Theodor Körner Preis

1990   Gastatelier in Rotterdam

1991   Diplompreis Arthur Roessler Kunstwettbewerb des BSA

Ursula Heindl ist die einzige der drei Künstlerinnen, die ausschließlich mit Rottönen und deren benachbarten Farben Orange und Purpur bzw. Violett arbeitet. Ihre oft sehr großen Formate – neben quadratischen oder rechteckigen Leinwänden verwendet sie auch gerne kreisförmige oder ovale Bildträger – bestechen durch ihre große Farbbrillianz. Ihre Malerei versteht die Künstlerin als "Gleichnis für Natur". Es geht um "Wechsel und Wandel" der natürlichen Kräfte und Energien. Sie nützt die Stärke und Ausdruckskraft der Farben.

Ursula Heindl hat den Begiff "Kulturdenkstätte" - eine Verknüpfung von "Kulturdenkmal" und "Gedenkstätte" geprägt und als Titel für eine Werkserie, die sich mit ganz besonderen Orten der Kontemplation, der Stille befasst gewählt. Es können geweihte, heilige Orte sein, sie können umkämpft oder belagert gewesen sein.

"...der Konnex zu den geografischen Orten beruht dabei auf Ursula Heindls Intuition, basierend auf einem Zustand oder einem Gefühl, wie man an diesen besonderen Orten empfinden konnte. Dabei handelt es sich nicht immer nur um subtile Gefühle, manchmal sind es auch Wut und Zorn, welche die Verbindung von ihrer Malerei zum geographischen Ort darstellen."

(Carmen CH Petrosian-Husa)

 

Maria Wolf

Um einen Einblick in das künstlerische Oeuvre von Mara Wolf zu vermitteln, wurden Werke aus zwei Themenbereichen ausgewählt: Natur und Figur. "Winterrosen" heißt eine Gruppe von drei Bildern in zweierlei Formaten , die - wenn man sie als Triptychon präsentiert - auch sehr gut nebeneinander gehängt werden können.  Rot - bei Maria Wolf häufig in der Kombination mit Brauntönen - ist auch die Farbe des Blutes, der Passion, mag sein, dass wir daran beim Betrachten der  "Weinstockkreuze" denken. Sie erinnern aber auch einfach an herbstliche Spaziergänge durch Weingärten.

In letzter Zeit hat sich die Künstlerin wieder intensiv der figurativen Darstellung gewidmet. Eindrücke von Bewegung, Tanz, von Sinnlichkeit und Erotik können durch Rottöne geschaffen oder verstärkt werden, wie etwa "Salomes Traum" und "Salomes Tanz" zeigen. Maria Wolfs Frauengestalten sind stark abstrahiert, aufs Wesentlichste reduziert und schemenhaft, charakterisiert durch die Bewegung und vor allem durch die Farbigkeit.

1948 in Lienz geboren

Lehrerin für Kunsterziehung und Mathematik

Studien bei Gerhild Diesner, Inge Pohl, Awad Krayem

Seit 1995 ist sie freischaffend künstlerisch tätig.

 

Rot ist nur eine von vielen Farben auf Maria Wolfs Farbpalette. Für diese Ausstellung habe ich jedoch ausschließlich Bilder ausgewählt, deren Rotton, der sich schon dem Ocker annähert, ganz bezeichnend für ihr Werk ist und zwar in dem Maße als er für eines ihrer wichtigsten Sujets eingesetzt wird: die Natur, die „durch die Erinnerung auf das Wesentliche reduziert“ wird sowie deren Vielfalt „und die Kräfte, die sie formen“. (M. Wolf)

 

Die schon lange in Niederösterreich lebende Künstlerin ist ihrer Osttiroler Heimat und deren Bergwelt nach wie vor sehr verbunden.

Klimatische Bedingungen, tektonische Gegebenheiten, biologische Wachstumskräfte oder die Energie des Wassers sind Themen, die sie beschäftigen und sie will aufzeigen, dass die Natur stärker, mächtiger ist als der Mensch. Einzelheiten verlieren sich in ihren Bildern, die aus zahlreichen übereinander gelegten Farbschichten aufgebaut werden.

Maria Wolf malt weder vor Ort noch nach Fotos, daher sehen wir Erinnertes, Impressionen und hinter diesem „äußeren“ Bild erahnen wir eine zweite Deutungsebene. Die Natur steht als Metapher für Gemütszustände und Lebenssituationen.

Archiv der Ausstellungen in den Räumen der Galerie in der Hochstraße7, Perchtoldsdorf

Das Leben ist unsere Kleidung

(Honoré de Balzac)

Interpretationen dieses Themas...

Linien dominieren das künstlerische Werk von Regina Hadraba und Ernst Skrička. Sie sind als spontane und ungehindert gestische Reaktion auf Themen, Texte oder Körperempfindungen zu verstehen...

Zwei druckgrafische Verfahren - der Siebdruck und die Fotolithografie - wurden in dieser Ausstellung anhand ausgewählter Werke vorgestellt.

Die Begeisterung für das Element Wasser findet im Werk der beiden Künstler ihren Niederschlag...

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